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Schöne Läden in Hamburg: Das 7. Zimmer, Eppendorf

Schöne Hamburger Läden: 10 Tipps für besondere Geschäfte mit nostalgischem Flair

Dies ist eine Ode an kleine, feine Hamburger Läden mit nostalgischem Charme. Hier gibt’s nichts von der Stange. Sondern Handgemachtes. Mit viel Liebe kuratierte Produkte in deckenhohen Regalen und versteckten Hinterhöfen. Fangfrische Meeresfrüchte in 60er-Jahre-Lagerhallen an der Hafenkante. Oder Vintage-Trödel aus vergangenen Epochen. Folgt mir in einige der schönsten Fundgruben der Hansestadt!

Fotos und Text: Susanne Krieg / Frau Elbville

1. Maßgeschneiderte Mützen & Hüte

Sie heißen „Prinz Heinrich“, „Reepschläger“, „Wasserlotse“ oder „Elbsegler“ und es sind die letzten echten Schiffermützen der Stadt. Seit 1892 kann man bei „Eisenberg“ in der Steinstraße handgefertigte Hüte kaufen, versteckt hinter der Mönckebergstraße, in der man leider immer mehr große Kaufhausketten findet. Der alteingesessne Laden liefert seine maßgeschneiderten Unikate bis nach Singapur. Auch Helmut Schmidt trug eine Mütze von Eisenberg. Und Karl Lagerfeld hat seine Models hier behütet, als sie 2017 für Chanel durch die Elbphilharmonie stolzierten. Hier ein Video (Triggerwarnung – beim La-Paloma-Auftakt gibt’s garantiert feuchte Augen…):

Außerdem könnt Ihr bei Eisenberg Krawatten, Hosenträger, Handschuhe, Schals und hochwertige, warme Seemannsjacken erstehen. Ahoi!

– Walther Eisenberg, Steinstraße 21, Website mit Onlineshop / Google Maps 

2. Antiquitäten mit französischem Flair

Schöne Läden in Hamburg: das 7. Zimmer von Eppendorf

Dieser verwunschene Laden verbirgt sich in der Hegestraße in Eppendorf und nennt sich „Das 7. Zimmer“. Klingt nach Schätzen, die nur darauf warten, gehoben zu werden, oder? Kaufen kann man hier „Brocante“, d.h. französisch angehauchten Trödel und Antiquitäten. Oh, comme c’est beau! Der Hinterhof, in dem sich das 7. Zimmer versteckt, ist übrigens eine der Locations, die Ihr in meiner fotogenen Radtour zum Download findet.

– Das 7. Zimmer, Hegestraße 7 & 28 a / Website / Google Maps⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

3. Kleine Geschenke & Selbstgemachtes

Neben Nuggis Elbkate auf dem Anleger-Ponton von Neumühlen in Oevelgönne empfängt Euch Biggi im Namen des Museumsvereins. In dem Lädchen könnt Ihr kleine Geschenke, maritime Kunstwerke, antiquarische Bücher und vieles mehr erstehen. Die Erlöse des Verkaufs kommen dem Museumshafen zu Gute! Dieser hat sich zur Aufgabe gemacht, historische Schiffe zu restaurieren und in Fahrt zu halten. Man kann sie rund um den Ponton bewundern. Was für ein Engagement! Der Museumshafen ist als private Initiative auf die ehrenamtliche Arbeit seiner Mitglieder angewiesen, die eben auch den kleinen Shop bestücken und betreiben. Es gibt ihn erst seit wenigen Monaten und ich habe schon einige Geburtstags-Geschenke gefunden! Einfach mit der HVV-Fähre 62 von den Landungsbrücken aus hintuckern, aussteigen und rein in den Laden! Wenn Euch Hamburger Schiffe mit interessanter Hintergrundgeschichte interessieren, solltet Ihr mal in meinem Blogpost über historische Segelschiffe und skurille Barkassen  vorbeischauen!

– Shop des Museumshafen Neumühlen, Fähranleger Neumühlen/Oevelgönne, Website / Google Maps

4. Alles für Hund & Katze

Wir befinden uns nun im Herzen St. Georgs: Zwischen Alster und der Langen Reihe bieten die Pet Shop Boyz ein tierisches Einkaufserlebnis für Vier-und Zweibeiner jenseits anonymer Futtermärkte. Schon von außen ist der Shop ein Hingucker. Wer hier einkauft, erhöht die Lebensqualität seiner Fellnase. Nicht nur mit gesunden und nachhaltigen Leckerlies wie getrockneten Putenhälsen, Hühnerherzen und Schweineohren. Hier bekommen Tierfreunde von stilbewusster Haustierausstattung, über Spielzeug bis hin zu Urnen und Särgen fast alles für Hund und Katz.

– Pet Shop Boyz, Schmilinskystraße 15, Website / Google Maps

5. Fangfrischer Fisch

Den Hamburger Fischmarkt rund um die Fischauktionshalle in Altona kennen wir fast alle: Jeden Sonntagmorgen lockt er Tausende Besucher:innen an. Was wenige wissen: In der Woche findet ein paar hundert Meter weiter der „wahre“ Hamburger Fischmarkt statt. Dessen 60er-Jahre-Charme kann man täglich, aber eben nicht sonntags, in den Fischmarkthallen an der Großen Elbstraße erleben. Ihr müsst kein Großhändler sein, um im „nördlichen Vorposten zu Neptun“ einkaufen zu dürfen. Allerdings solltet ihr früh antreten, sonst ist alles weg. Morgens um 2 Uhr öffnen die Pforten. Dann werden Großhändler mit dem Fang der letzten Nacht beliefert, die Fische verkaufsfertig gemacht, die ersten Fischläden-Besitzer stehen Schlange. Meeresfrüchte müssen halt frisch sein. Gegen 6 Uhr ist der Spuk vorbei… Nichts für Langschläfer. Aber ein Erlebnis. Hier findet Ihr eine typische Ansicht aus dem Innern der Hallen als 360°-Panorama.

Fischmarkthallen, Große Elbstraße 135 /Webiste/ Google Maps

6. Alte Blechdosen & hausgemachter Kuchen

Sein Laden liegt direkt am Nikolaifleet, in einem der windschiefen Fachwerkhäuser, die seit dem 17. Jahrhundert als Lager, Kontore und Wohnhäuser dienen. Unter der Nr. 45 befindet sich ein hübscher Laden, durch dessen Inneres ebenfalls ein Hauch von Vergangenheit weht. Heino, der seit 42 Jahren im „Café am Fleet“ hinter der Kasse steht, ist „dienstältester Gastronom“ der Deichstraße und sammelt alte Blechdosen und Emailleschilder. Diese stellt er in seinen Regalen aus und verkauft sie auch. Wenn  er etwas Zeit hat, erzählt er Geschichten zu dem einen oder anderen Exemplar. Noch dazu kriegt Ihr bei Heino Süßigkeiten. Er belegt Brötchen, schenkt Kaffee und Kakao aus und serviert im Hinterzimmer Kuchen – mit Blick auf den historischen Fleet.

–  Deichstraße 45, 20459 Hamburg I Karte & Website

7. Craft-Bier

Das Braustättchen befindet sich seit September 2020 im oberen Bereich des Fischmarkts, links neben dem pittoresken Eingang eines gelb-roten Backsteinbaus. In dem kleinen „Bottle-Shop“ gibt’s Bierspezialitäten aus 13 Hamburger Brauereien, noch dazu fast 200 Sorten aus aller Welt. Also: Feierabendbier abholen und dann runter zur Elbe schlendern!

– Braustättchen, Fischmarkt 17, WebsiteGoogle Maps⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

8. Kaffee & Tee

Im Wasserschloss, dem wohl berühmtesten Fotomotiv der Speicherstadt, befindet sich auf der Rückseite der Eingang zu einem Restaurant. Daneben der Zugang zum Teekontor, in dem mehr als 250 Teesorten, exklusive lose Mischungen, angeboten werden. „Tea-Taster“ beraten Euch bei der Auswahl. In den deckenhohen Regalen findet Ihr außerdem Kannen- und Tassensets, Aufgusshilfen, Vorratsdosen sowie süße Kleinigkeiten und Gewürzmischungen. Wer mehr über die Herstellung und Verwendung von Tee erfahren möchte, kann an Schulungen teilnehmen und eigene Mischungen kreieren. Etwas mehr über Geheimnisse und Kuriositäten der Speicherstadt verrate ich in diesem Beitrag.

PS: Das Wasserschloss fotografieren wir auch auf meinem Photo Walk durch Speicherstadt & Kontorhausviertel. Mehr Infos zu Terminen & Touren findet Ihr hier.

– Teehandelskontor, Dienerreihe 4, Website / Google Maps

9. Küchenutensilien

Tante Emma lässt grüßen: Egal wonach ihr auf der Suche seid, gut möglich, dass ihr im Ottenser „Kaufmannsladen“ fündig werdet! Auf urigen 70 Quadratmetern füllen sich die Hozlregale mit verschiedensten Honigsorten, selbstgemachter Marmelade, frischen Walnüssen und Küchenutensilien aus Emaille, Bunzlauer Porzellan und hausgemachten Back- und Lebensmittelspezialitäten – vieles zum Vorher-Probieren. Ich liebe es. Vor dem Laden stehen noch dazu Kleiderständer mit Vintage-Mode. Hin und wieder findet sich hier ein echter Schnapper!

– Kaufmannsladen, Bahrenfelder Str. 203, Website / Google Maps

10. Kinderkram

Wer unter einem Torborgen in der Mitte der Ottenser Hauptstraße hindurchläuft und diesen Hinterhof-Laden betritt, findet für die lieben Kleinen eine feine Auswahl an nostalgisch angehauchten Lieblingsstücken: Spielzeug, Kleidung, Schuhe – darunter langlebige Retro-Klassiker von Brio, Cosilana oder Graziela. „Mama, krieg‘ ich das?“

– Vergissmeinnicht, Ottenser Hauptstraße 44, Website / Google Maps⠀⠀⠀

hallo

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