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Schöne Aussichten: Von Triumpfbögen, Hafen-Zeitreisen, Wasserorgeln und Hamburgs Übermorgenland

Die 12. Elbville-Postkarte gibt Euch den Durchblick, was schöne Aussichten für Hamburg betrifft: Es gibt sie nicht nur im Hafen, sondern beispielsweise auch in Planten un Blomen, beim Schwanenvater auf der Alster und natürlich im Übermorgenland. Wo das nun schon wieder sein soll? Seht selbst!

GIFS & TEXT Frau Elbville alias Susanne Krieg


1. Die Köhlbrandbrücke bewundern, so lange es noch geht!

Sie prägt den Blick, wenn man mit dem Auto vom Süden her über die Elbe nach Hamburg hinein fährt und weckt in mir immer wieder eine Art Hochgefühl: Die Köhlbrandbrücke. Nun steht fest: In 15 Jahren soll der marode gewordene “Triumphbogen” abgerissen werden und einem Tunnel weichen. Bevor es jedoch so weit ist, sollten wir den Blick auf die “Köhle” noch mal richtig genießen. Hier ein paar Ideen, wie:

1. Eine grandiose Aussicht auf das Wahrzeichen habt ihr nicht nur von der Autobahn aus, sondern auch von den Fähren der HADAG.

2. Zu Fuß oder per Rad darf man die Köhlbrandbrücke normalerweise nicht überqueren. Ausnahmen machen hier jedoch der Köhlbrandbrückenlauf und die Vattenfall Cyclassics. Schnell anmelden! 😉

3. Ein toller Fotospot, den ich selbst allerdings noch nicht aufgesucht habe, findet sich in Neuhof (Google Maps). Schaut mal auf dem Instagram-Account @frederiks_hh vorbei. Fredrik war schon öfters dort …

 

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2. Mit dem Drahtesel auf zur anderen Seite!

Dieser in doppelter Hinsicht köstliche Blick lässt sich vor dem Stage Theater in Steinwerder genießen. Ich bin häufig mit dem Rad unterwegs – als Fördermitglieder dürft ihr Euch, daran soll hier noch mal ausdrücklich erinnert werden, meine Foto-Safaris herunterladen. Eine davon ist auch als Radtour konzipiert. Zur Sicherheit hier noch mal der Download-Link:

Frau Elbvilles Foto-Safaris

Der obige Ausblick ist allerdings auf einer anderen Fahrradtour entstanden, die ich Euch ebenfalls wärmstens ans Herz legen möchte.  Ausgeheckt hat sie die Hamburg Port Authority. Auf ihrer Website stellt sie die Tour zusammen mit weiteren Radstrecken durch den Hafen als PDF zur Verfügung. Hier ein Vorgeschmack auf die so genannte “Hafen-Zeitreise” (ⓒ Hamburg Port Authority):

Und zur besseren Orientierung eine Kartenübersicht der Tour (ⓒ Hamburg Port Authority):


3. Die Wasserfontänen von Planten un Blomen bestaunen …

Nach dem langen Corona-Lockdown blüht Hamburg wieder auf. Ganz besonders in Planten un Blomen, Hamburgs sogenanntem „Central Park” zwischen Messe und Innenstadt, in dem mittendrin eine Lichtorgel synchron zur Musik Wasserfontänen bunt ausleuchtet – nach einer eigens geschriebenen Partitur. Zu Beginn erklingt dabei traditionell die „Fanfare for the common man” von Aaron Copeland. Aufgrund von Corona spielt die Lichtorgel momentan zwar nur eingeschränkt (um 14:00, 16:00 und 18:00 Uhr – und das leider ohne Licht und Musik). Trotzdem ist der Anblick herrlich!

– Planten un Blomen, St.Petersburger Str. / Google Maps


4. … und einen Kaffee im “Schöne Aussichten” genießen!

 

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Im nördlichen Bereich von Planten un Blomen, unweit der Wasserlichtorgel, befindet sich übrigens auch ein Park Café mit dem zu unserer Postkarte perfekt passenden Namen “Schöne Aussichten”. Tagsüber werden hier auf einer lauschigen Terrasse frisch zubereitete Kleinigkeiten serviert, abends Drinks. Geöffnet dienstags bis samstags von 11-20 Uhr und sonntags von 11-18 Uhr.

– Gorch-Fock-Wall 4 / Website / Google Maps


5. Dem Schwanenvater eine Stunde lang über die Schulter blicken!

Als alter Alsterschwan-Fan möchte ich Euch hier eine kleine, kürzlich entdeckte YouTube – Perle präsentieren: Eine 360°-Reportage von GEO über den Schwanenvater Olaf Nieß, der sich um das Wohl der Hamburger Schwäne kümmert. Einfach herrlich, sein Job. Und die Aussicht, etwas herunter zu kommen, während man ihm über die Schulter guckt, ist wirklich groß! Lieblingsstelle: beginnt mit Minute 12, wenn Nieß das Ehepaar Lommer besucht, auf dessen Wassergrundstück jedes Jahr ein Schwanenpärchen brütet. Ich weiß gar nicht, wer niedlicher ist: Die Lommers oder das Schwanenpaar…


6. Mal wieder im Übermorgenland vorbeischauen!

Einen guten Eindruck davon, wie sich Hamburgs Übermorgenland, die HafenCity, verändert, bekommt man ja immer ganz gut auf dem orangefarbenen Viewpoint neben der Baakenbrücke – jedes Mal wieder habe ich den Eindruck, als wenn diese Baustelle einfach kein Ende nimmt. Dabei ist es diesen April schon 20 Jahre her, dass eine alte Schiffsglocke den Start für die Hamburger “Hafencity” einläutete. Das spekulärste Neubauprojekt bisher ist die Elbphilharmonie. Aber dabei soll es nicht bleiben. Hier zeige ich Euch zwei weitere Bauten der Superlative, die Teil der HafenCity Kulisse werden sollen. Ob sie auch wirklich zu den “schöneren Aussichten” zählen, müsst Ihr selbst entscheiden!

Roots: das höchste Holzhochhaus Deutschlands

ⓒ Garbe Immobilien-Projekte

Ein 65-Meter-Turm aus Holz. Nur das zentrale Treppenhaus ist aus Beton. Fassade, Decken, Zimmerwände – alles wird aus nachwachsendem Nadelholz sein – bis hoch zum 18. Stock. Kostenpunkt: 140 Millionen Euro . Entsprechend kosten die 128 Eigentumswohnungen zwischen 9.000 und 14.000 Euro pro Quadratmeter… Ganz schön viel Holz! 53 “geförderte” Wohnungen soll es aber auch geben. Baustart war letztes Jahr. Bezugsfertig soll der Turm in der Versmannstraße 2024 sein.

Elbtower: Neustes Wahrzeichen der Stadt?

© David Chipperfield Architects

245 Metern, 61 Stockwerke: Baustart war dieses Frühjahr, die Fertigstellung ist für 2025 geplant. Ganz oben soll es ein Restaurant und eine Aussichtsplattform geben. Der Entwurf stammt von dem britischen Architekten David Chipperfield. Der Elbtower an den Elbbrücken soll den Abschluss der Hafencity bilden. Hamburg kratzt an den Wolken – für mindestens 700 Millionen Euro…

– Standort auf Google Maps


Die neue Postkarte könnt Ihr Euch wie immer hier herunterladen:

So, das war’s für heute! Ich hoffe, die Postkarte hat Euch gefallen. Anfang September kommt die nächste!

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