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Hamburg mit Kindern: Bei diesen 12 Tipps kommen garantiert auch die Erwachsenen auf Ihre Kosten!

Mit Kind und Kegel unterwegs zu sein, kann zur Zerreißprobe werden. Entweder quengeln die Kleinen oder die Großen stehen kurz vor dem Nervenzusammenbruch (ich spreche da aus Erfahrung). Doch das muss nicht sein – zumindest nicht, wenn man in Hamburg unterwegs ist. Die 35. Abo-Postkarte für Fördermitglieder hält 12 ausgewählte Tipps bereit. Und, ja, es gibt noch so viel mehr als das Miniaturwunderland!

Text und Fotos: Susanne Krieg aka Frau Elbville

1. Coffee to Fly am Runway 23

Das „Coffee to fly“ ist ein Café direkt an der Start- und Landebahn (Runway 23) des Hamburger Flughafens. Wenn man schon selbst kaum noch fliegt, kann man hier trotzdem noch den abhebenden Flugzeugen hinterher winken …  Aber Achtung: Je nachdem, wie der Wind steht, könnte es schon mal laut werden und auf den Zuschauerbänken ein leichter Kerosin-Geruch in die Nase steigen. Für die kleinen Leute lohnt sich das Mitbringen eines Feldstechers oder Fernglases: “Na, was hebt da gerade ab und woher kommt das Flugzeug wohl?” Wer gut aufpasst, kriegt zur Belohnung eine Waffel mit Kirschen und Eis. Na, und für die Großen gibt es mindestens ebenso viel zu sehen – aber bitte keinen Streit um’s Fernglas! Der Klügere gibt nach (und geht Waffeln und Bier holen).

– Coffee to Fly, Holtkoppel 100, Website / Google Maps

 

2. Zwei Abenteuerspielplätze de Luxe in der Hafencity

Auf diesen beiden wohl schönsten Spielplätzen der Stadt in der Hafencity muss kein Erwachsener am Rand sitzen und dumm aus der Wäsche gucken. Für die Kleinen erfüllen sich auf dem so genannten “Piratenspielplatz” im Grasbrookpark auf über 7000 Quadratmetern lauter Kinderträume: Baumhäuser, Klettergärten in Palmen, geräumige Sandkisten, ein Piratenschiff, auf dem man in See stechen kann, und auch ein Wasserspielbereich sind mit von der Partie (evtl. Wechselklamotten nicht vergessen!).  Für die Großen stehen 1A Trimm-Dich-Geräte im östlichen Teil des Parks bereit. Wenn gerade mal nicht der kleine Kaffee-Kiosk auf Rädern vorbeikommt, kann man sich auch in einem der umliegenden Cafés etwas Koffein besorgen. Nicht weit weg gibt es auf einer mitten im Baakenhafen aufgeschütteten Insel ein weiteres Spielparadies mit mehreren künstlichen, fast schon pyramidenartigen Hügeln. Daneben: Sportplätze und eine Aussichtsplattform, auf der die Großen sowohl den Spielplatz wie auch die komplette Architektur der Hafencity im Blick haben. Auf dem Nachhauseweg unbedingt noch den View Point mitnehmen, der von Weitem aussieht wie ein Dino:

– Piratenspielplatz (Grasbrookpark): Google Maps; Baakenpark: Google Maps; View Point: Google Maps

 

3. Shipspotting: Die besten Orte zum Schiffegucken

Hört Ihr das Tuten der Schiffe? Große Pötte sind nicht nur was für große Leute. Auch den kleinen klappt bei ihrem Anblick gern mal die Kinnlade runter. Nicht wundern, wenn man dann auch noch Dinge hört wie: “Wenn ich groß bin, werd ich Kapitän / Kapitänin.” Folgende Orte eigenen sich besonders gut fürs Shipspotting:

1. Landungsbrücken (Google Maps)
2. Südufer der Elbe und König der Löwen (Google Maps)
3. Dockland (Google Maps)
4. Holzhafen (Google Maps)
5. Strand von Övelgönne (Google Maps)
6. Antoni Park / Park Fiction (Google Maps)
7. An der Spitze des Hansahöft, Hafenmuseum (Google Maps)
8. Altonaer Balkon (Google Maps)
9. Schulauer Fährhaus & Willkomm-Höft in Wedel (Google Maps)
10. Fußgängerbrücke am Waltershofer Damm mit Blick auf das HHLA Container Terminal Burchardkai und Eurogate Container Terminal Hamburg (Google Maps)

4. Stadtführungen für Familien

Stattreisen Hamburg hat zwei Stadtführungen im Angebot, die sich auf Familien mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahren spezialisiert hat, bei denen sich aber auch die Erwachsenen nicht unterfordert fühlen.

Tour 1: Der Hafen

Was lagert in der Speicherstadt? Was ist ein englisches Klosett und wie kommt ein Pott ins Trockendock? Auf dieser Stadtführung von der historischen Deichstraße zu den Landungsbrücken sieht man auch die Hafencity und die Elbphilharmonie. Mit Bildern werden Gewürze und Geschichten der vielfältigen Hafenwelt erläutert. Inkl. kleiner Fährfahrt.

Tour 2: Knochenhauer, Bäcker und Piraten

Wieso gibt es in Hamburg so viele Backsteinhäuser? Womit sind viele Kaufleute reich geworden? Warum fielen den Matrosen die Zähne aus? Warum war die St. Petrikirche ein Pferdestall und wieviel Platz hatten Kinder im Gängeviertel zum Spielen? Bei dieser Stadtführung geht es auf Spurensuche durch die Altstadt. Dabei ist Scharfsinn und Entdeckergeist gefragt.

Termine und weitere Infos: auf der Website des Touranbierters

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5. Ein Ausflug zum Mini-Leuchtturm

Er wirk wie ein Spielzeug-Leuchtturm – ist er aber nicht. Leuchten tut er zwar schon seit 1977 nicht mehr. Doch das hölzerne Mini-Leuchtfeuer, Baujahr 1914, an der Bunthäuser Spitze zieht mich und meine Familie regelmäßig magisch an.  Es markiert das südöstlichste Ende der Elbinsel Wilhelmsburg, vor der sich die Elbe in Norder- und Süderelbe aufteilt. Den nur knapp über 7 Meter hohe Turm darf man sogar hochklettern – von oben hat man eine fantastische Sicht auf den Fluss, die Deiche und eine verwunschene Umgebung. Nebenan befindet sich übrigens die Bunthaus Brauerei, in der auf einer 2hl Anlage “handwerkliche, unangepasste Biere” gebraut werden. Falls Ihr Euch die Brauerei mal anschauen wollt, könnt ihr gerne eine Nachricht an die Betreiber schreiben. Man versucht dann, einen Termin mit Euch zu vereinbaren.

– Bunthäuser Spitze / Website / Google Maps

6. Paternoster Fahren

Ein Heidenspaß für die ganze Familie: Paternosterfahren! In Hamburg sind noch viele dieser alten “Beamtenbagger” in Betrieb. Wenn der mechanisch rumpelnde Aufzug dann seinen höchsten Punkt erreicht, wird’s spannend. Kippen wir alle um, wenn er dreht, um auf der anderen Seite wieder runterzufahren? Die Antwort wird nicht verraten. Wer mutig ist, steigt ein!

Auf diesem Blogbeitrag findet Ihr mehr zu Hamburgs Paternostern sowie eine komplette Liste mit allen noch erhaltenen Exemplaren der Stadt! 

 

7. Musik machen mit analogen Synthesizern in der Elbphilharmonie

Analoge Synthesizer haben die Popmusik im 20. Jahrhundert verändert – und sind heute wieder sehr beliebt. Angeleitet von einem echten Synthesizer-Spezialisten lernt man in diesem Workshop in den Kaistudios der Elbphilharmonie, wie man mit Strom spannende Klänge, Geräusche und Melodien erzeugt. Gleich zwölf analoge, modulare Synthesizer stehen bereit, auf denen man experimentieren, improvisieren und eine eigene Komposition erarbeiten kann. Okay, mitmachen kann man erst ab 16 – aber warum z.B. nicht als dynamisches Vater-Tochter-oder Mutter-Sohn-Gespann, das später vielleicht mit Live-Auftritten und eigenem Retro-Synthie-Sound durch die angesagtesten Clubs tourt?

Ab Herbst 2023 könnt Ihr verschiedene Workshops buchen: Website 

8. Hausboot mieten

Schon mal überlegt, ein Hausboot in Hamburg zu mieten – für ein bisschen Tom Sawyer – und Huckleberry Finn – Feeling? Im Hausboot Hafen Hamburg stehen alle Wünsche offen: Man kann sich nicht nur ein eigenes Hausboot bauen lassen, sondern auch eines mieten. Beim Kochen in der Küche die Enten vorbeischwimmen sehen oder einfach mal ein paar Tage dem Alltag entfliehen, sich von Wellen in den Schlaf schaukeln lassen, an Deck sonnen oder ins Wasser springen – für Jung und Alt ein Traum, oder? Am Neuländer Hauptdeich hat man die Wahl zwischen sieben Hausbooten für bis zu sechs Leute sowie einem Floss für Tagesausflüge.

Mehr Infos findet Ihr auf der Website des Betreibers // Neuländer Hauptdeich 11, 21079 Hamburg

 

9. Energieberg Georgswerder

Der stinkende Müllberg ist Geschichte. Gras ist drüber gewachsen, nachdem das Gebiet dekontaminiert wurde. Drum herum drehen sich nun Windräder, die zusammen mit Solarpaneelen rund 4000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Die ehemalige Giftmülldeponie heißt nun Energieberg und ist wohl so aktuell wie nie. Im Informationszentrum nebenan: bunte Sitzmöbel aus alten Mülltonnen, Filme und Schautafeln zum Thema Mülltrennung und Energiewirtschaft. Manches müssen wir Erwachsene vielleicht ein wenig erläutern. Doch dafür dürfen  ja auch alle gleich die Stufen zum Berg hinaufrennen, wo man über eine Art riesigen Skywalk laufen kann und einen tollen Blick über Hamburg hat. Völlig kostenlos! Man sieht die Elbphilharmonie, den Michel, den Hafen. Industrieanlagen. Und auf dem Berg: viel Grün und seltene Pflanzen- sowie Insektenarten (z.B. das Gemeine Zittergras oder die Westliche Beißschrecke). Schafherden. Manchmal lassen Familien hier auch Drachen steigen. Denn hier weht buchstäblich der Wind of Change.

– Fiskalische Str. 2, Website / Google Maps

 

10. Streetart-Schnitzeljagd

Die buntesten Kunstausstellungen findet man bekanntlich auf der Straße: Sie verteilen sich auf Mauern und Fassaden, in Hamburg vor allem an Orten wie St. Pauli, der Sternschanze, Altona, dem Gängeviertel oder im Harburger Hafen. Manche  kommen und gehen, viele bleiben. Ein Kunstgenuss, den auch die Kleinen zu schätzen wissen und überhaupt nicht langweilig finden dürften. Auf meinem Blog findet Ihr gleich zwei Beiträge, die Euch helfen, kreuz und quer auf Graffiti-Schnitzeljagd durch die Stadt zu fahren (per Rad oder HVV). Und wer hat am Ende die meisten schönen Fotos gemacht? Na, Mama natürlich!

Teil 1 findet Ihr hier.

Teil 2 findet Ihr hier.

 

11. Nicht nur Kinderessen

Steht ganz oben auf der Essenshitliste von Kindern – und wenn wir mal  ehrlich sind, auch bei Erwachsenen: Pommes, Burger und Schnitzel. Zu finden ist diese Kombi auch auf den Speisekarten der Hatarie-Filialen, in denen es pfälzisch locker zugeht und kleine Gäste nicht unangenehm auffallen, wenn sie mal etwas lauter werden. Bemalbare Papiertischdecken gibt’s auch. Den Großen empfehle ich die leckeren Weißweine aus der Pfalz!

Website / Filialen in Eimsbüttel, Sternschanze und Ottensen 

 

12. Der schönste Sandkasten an der Elbe

Wie könnte ich ihn auf dieser Liste unterschlagen? Die aktuelle Postkarte verrät, wo er ist. Richtig: Vor der Strandperle in Övelgönne. Nirgendwo können Erwachsene so entspannt ein Bierchen trinken und sich unterhalten, wie hier am Elbstrand vor der legendären Strandbar. Denn die lieben Kleinen sind bestens abgelenkt: Mit Sandburgen bauen, Schiffe gucken, Ball spielen, sich gegenseitig einbuddeln … Sand, zumal so schöner wie hier, regt kindliche Phantasie zu allerlei Matschgeschichten an. Stundenlang. Und falls es in der Strandperle schon zu voll ist, einfach nach links zum Strandkiosk ausweichen. Der ist mindestens genau so toll.

– Strandperle, Övelgönne 60, Website / Google Maps

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Liebe Elbville-Förder-Fördermitglieder, die Postkarte #35 könnt Ihr Euch wie immer hier herunter laden! Liebste Grüße und ein Mega-Dankeschön für Euren Support! ❤️ Eure Frau Elbville

 

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