Die perfekte Welle: Tipps, Videos, eine Playlist & Fakten rund um Hamburgs Elbphilharmie
Wo spielt die Musik? Klar, in der Elbphilharmonie, Hamburgs weltweit bewundertem Wahrzeichen und Motiv der neusten Elbville-Postkarte. In diesem Beitrag findet Ihr spannende Hintergrundinfos, tolle Videos und persönliche Empfehlungen für Hamburgs glitzerndes Juwel am Hafen. Am Ende des Beitrags steht die Postkarte wie immer zum Download bereit! Abonnenten des Paket L bekommen die Karte – wie immer – in dreifacher Ausführung analog von mir zugeschickt.
Frau Elbvilles Postkarte Nr. 3 (11/20)
Bevor es los geht, hier erst einmal eine zur Postkarte passende Spotify-Playlist mit guter, alter “New Wave”-Musik. Die könnt Ihr beim Lesen des Beitrags hören – vielleicht wird die eine oder andere Band ja noch mal in der Elbphilharmonie auftreten?
Die Elbphilharmonie wirkt wie die perfekte Welle aus Glas auf einem Sockel aus Backstein, der mal ein alter Kaispeicher war: Am 11. Januar 2017 wird Hamburgs teuerstes Gebäude feierlich eröffnet, mit Lichtershow, einem europaweit übertragenem Konzert und einem Gruß, der überdimensional auf der Fassade leuchtet: Hello World! Einen schönen kleinen Video-Nachklapper seht Ihr hier:
Der Bau der Elbphilharmonie war dabei alles andere als eine Glanzleistung: Das Gebäude hatte zehnmal so viel gekostet wie geplant, nämlich unvorstellbare 789 Millionen Euro, noch dazu war es sechs Jahre zu spät fertig geworden. Kein Wunder also, dass die Elbphilharmonie zunächst viel Protest und Häme auslöste, wie u.a. auch dieses YouTube-Video zeigt, mit dem sich Radio Hamburg 2015 noch über die misslungene Planung des Baus lustig machte:
Umso faszinierender der Imagewandel vom Milliardengrab zum Wunderwerk, den die Elbphilharmonie seit der Eröffnung hingelegt hat. Nicht nur, dass sich ein Hamburger Fan die “Elphi”, wie sie inzwischen liebevoll genannt wird, sogar auf den linken Unterarm hat tätowieren lassen. Allein im ersten Jahr besuchten bereits 4,5 Millionen Menschen die frei zugängliche Plaza des Konzerthauses – mehr Besucher als auf Schloss Neuschwanstein oder in der Sixtinischen Kapelle in Rom!

1. Tipp: Warum beim Plaza-Besuch perfektes Timing alles ist!
Die Plaza verläuft dabei in 37 Meter Höhe einmal rund um die Elbphilharmonie und bietet ein grandioses Panorama auf Hafen, Michel, DOM-Riesenrad, Fernsehturm und Hafencity. Wer es einrichten kann, sollte sie unbedingt so früh morgens wie möglich besuchen und das während der Woche. Am Wochenende ist der Besucheransturm viel zu groß – vor allem für Fotografen eine suboptimale Bedingung. Achtung! Momentan herrschen aufgrund der Corona-Pandemie außerdem Sonderregeln. Normalerweise kostet der Besuch der Plaza nichts. Doch derzeit muss man sich online ein Ticket im voraus reservieren, da die Besucherkapazitäten stark eingeschränkt sind. Hierfür wird eine Reservierungsgebühr von 2 Euro fällig.
Ticket-Buchung: www.elbphilharmonie.de/de/plaza-tickets / Öffnungszeiten: täglich, 10-23 Uhr

2. Tipp: Eine Führung für den Großen Saal buchen!
Als Plaza-Besucher ergeht einem leider ein wichtiges Highlight im Innern des Gebäudes, das man normalerweise nur zu Gesicht bekommt, wenn man auch ein Konzert besucht: der Große Konzertsaal als Herzstück des Hauses. Seine 2.100 Plätze sind nach dem Weinbergprinzip angeordnet. Sein riesiger Klangkörper unter der Decke dient als Tonreflektor und beherbergt außerdem einen Teil der Licht- und Bühnentechnik:

Damit kein Orchesterlaut nach draußen und kein Schiffstuten nach innen dringt, wurden noch dazu 10.000 computergefräste Gipsfaserplatten als „Weiße Haut“ an den Wänden des Großen Saales angebracht. Sie reflektieren den Klang in jeden Winkel und absorbieren Geräusche von außen. Im Sommer 2017 lud der in Hamburg geborene Modezar Karl Lagerfeld übrigens zu einer seiner letzten Chanel-Modenschauen in den Großen Saal. Hier könnt Ihr seine maritim gekleideten Models bewundern, wie sie auf den Rängen zu den wunderschönen Orchesterklängen von “La Paloma” stolzieren:
Zum Glück muss man aber nicht unbedingt im Besitz einer der raren Tickets für Konzerte oder andere Events im Großen Saal sein, um ihn zu sehen. Wer eine Hausführung bucht, kommt ebenfalls in den Genuss. Die Führungen dauern ca. 90 Minuten und kosten 15 Euro pro Person.
Hier könnt Ihr Tickets für eine Konzerthausführung buchen: shop.elbphilharmonie.de/de/fuehrungen-einzelpersonen
3. Tipp: Den Fensterputzern beim reinigen zuschauen – und zuhören!
Nicht nur im kleinen und großen Konzertsaal der Elphi geht es musikalisch zu – wie man sieht, haben selbst die Fensterputzer, die in schwindelnden Höhen die Außenhaut der Elphi polieren ein Ohr für Rhythmus und Melodie:
4. Tipp: “Tube Talks” gucken!
Sie ist 82 Meter lang und führt quer durch den Sockel der Elphi: die gewölbte Rolltreppe, “The Tube” genannt, die vor einem Panoramafenster mit Blick auf den Hafen endet. Eine Fahrt dauert etwa 2,5 Minuten – Zeit genug, um ein paar entscheidende Fragen zu stellen. An Menschen wie David Hasselhoff, Fatih Akin, Axel Prahl oder Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten. Hier geht’s zu einer Reihe prominenter “Tube Talks”!

5. Tipp: Den Sockel erkunden – und seine geschichtsträchtige Vergangenheit …

Und hier noch ein paar Zusatzfakten und Tipps:
- Im Gebäude befinden sich 45 Wohnungen, die zu den teuersten Hamburgs gehören. Für stolze Summen von bis zu 10 Mio Euro sind sie verkauft worden – an wen, ist mir nicht bekannt. Hier seht Ihr eine der Wohnungen von innen!
- Der wellenförmige Glasbau der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron ist an der höchsten Stelle 110 Metern hoch – fast so hoch wie der Hamburger Michel mit 132 Metern.
- In der Elphi befindet sich auch ein 5-Sternehotel, das Westin. Darin ein Spa, das man – in coronafreien Zeiten – für 40 Euro auch als Tagesgast besuchen darf!
- Last but not least: Hier geht es zum Programmplan!
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PS: Bitte beachte, dass das Verwenden und Vervielfältigen der Karten für kommerzielle Zwecke nicht gestattet ist, sondern einer zusätzlichen Genehmigung der Urheberin Frau Elbville aka Susanne Krieg bedarf.
So, das war’s für heute! Ich hoffe, meine Postkarte hat Euch gefallen und Ihr freut Euch schon auf die nächste. Ahoi und bis bald!

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