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15 Fototipps: Über diese Brücken musst Du geh’n! (inkl. Stadtplan zum Download)

Hamburg – Stadt der Brücken: Mit über 2.500 Bauwerken sogar brückenreicher als Venedig oder Amsterdam. Manche sind weltberühmt, andere verstecken sich in ruhigen Fleeten oder zwischen modernen Bürohäusern und weit draußen im Hafen. Diese 15 Fotospots, für die es auch wieder einen Stadtplan zum Download und Ausdrucken gibt, zeigen Euch meine persönlichen Lieblingsbrücken, inklusive kleiner Hintergrundgeschichten und Tipps für gelungene Fotos. Und wie passend: Der Denkmalverein Hamburg veranstaltet noch bis zum 15. August den Fotowettbewerb „Im Fokus: Brücken“. Wer mitmachen möchte: Alle Infos zur Teilnahme gibt es hier.

 

Bevor Ihr loszieht, noch ein paar Grundsatz-Empfehlungen: Die schönsten Brückenfotos entstehen oft nicht zur Mittagszeit, sondern früh morgens oder in den Abendstunden. Achtet auf Spiegelungen nach Regen, nutzt Geländer, Laternen oder Stahlträger als Vordergrund und nehmt Euch ruhig einen Moment Zeit, auf eine vorbeifahrende U-Bahn, ein Schiff oder Passant:innen zu warten. Oft macht genau dieses kleine Detail aus einem guten Foto ein besonderes. Viel Spaß beim Entdecken – und vielleicht ist ja sogar ein Bild für den Fotowettbewerb dabei!

Als Abonnent:innen habt Ihr zudem Zugriff auf meine Fotoschule: Darin findet Ihr weitere Tipps, wie Ihr richtig tolle Fotos machen könnt. Hier geht’s zum Download!

1. Oberhafenbrücke

Die Oberhafenbrücke ist für mich eine der spannendsten Brücken Hamburgs: Unten rollen Autos, oben fahren Züge. Am einen Ende liegt die denkmalgeschützte Oberhafenkantine, am anderen befinden sich die Deichtorhallen. Von der Brücke blickt Ihr auf das Spiegel-Gebäude und die HafenCity. Fotografisch lohnt sich die Brücke gleich mehrfach: Nutzt das Stahlfachwerk für grafische Rahmen (“Framing”), fotografiert mittig unter der Brücke für starke Symmetrien oder lasst Passant:innen zwischen den Streben vorbeilaufen. Die Oberhafen-Kantine nicht vergessen: Sie wirkt besonders toll, wenn Ihr ihren schiefen Winkel einfangt.

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2. Poggenmühlenbrücke

Die Poggenmühlenbrücke bietet den schönsten Blick auf das Wasserschloss – das Wahrzeichen der Speicherstadt. Das historische Gebäude diente einst den Windenwärtern als Werkstatt und Unterkunft, heute beherbergt es ein Restaurant und ein Teekontor. Besonders stimmungsvoll wirkt die Szenerie bei Sonnenuntergang oder nach Einbruch der Dunkelheit. Fotografisch lohnt sich die Brücke ebenfalls gleich mehrfach: Nutzt die Stahlträger als Rahmen, Pfützenspiegelungen auf Tischen des Cafés von nebenan oder die “Liebesschlösser” (jene fragwürdigen Symbole der Liebe) als Vordergrund für kreative Kompositionen. Übrigens: Dies ist auch eine beliebte Location für Hochzeitsfotos, egal wat für’n Wetter …

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3. Dienerreihe

Die Dienerreihe (hier nicht zu sehen, weil von ihr aus fotografiert wurde) verläuft parallel zur Poggenmühlenbrücke und bietet eine beeindruckende Sicht auf das Wandrahmsfleet. Die historischen Speicher wirken von hier wie ein Canyon aus Backstein, dessen Farben sich je nach Tageszeit und Licht verändern – besonders stimmungsvoll zur goldenen Stunde. Mal ist das Fleet voller Wasser, bei Ebbe zeigt sich der schlammige Grund. Nutzt das Kameraraster und richtet die Gebäude symmetrisch aus. Mit der Drittelregel platziert Ihr die gegenüberliegende Brücke (am Kannengießerort) im unteren Drittel und lenkt den Blick bis ans andere Ende des Fleets.

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4. Kannengießerort

Gegenüber der Dienerreihe könnt Ihr gleich noch eine weitere Brücke, nämlich jene am Kannengießerort, in Szene setzen. Ich mag besonders das verspielte Geländer, das ich gern in den Vordergrund einbaue. Denn wie heißt es so schön? „Vordergrund macht Bild gesund.“ Der Name der Brücke erinnert an die Kannengießer, die hier einst Gefäße aus Zinn und Kupfer herstellten. Fotografisch lohnt es sich, das Geländer als natürlichen Rahmen zu nutzen oder durch die Ornamente hindurch auf das Fleet zu fotografieren. Dabei kann man mit dem Fokus spielen: Wie wirkt es, wenn das Geländer scharf ist, wie, wenn der Hintergrund?

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5. Kibbelstegbrücke

Und wo wir schon in der Nähe sind, solltet Ihr auch die Kibbelstegbrücke mitnehmen – eine hochwassersichere Doppeldeckerbrücke. Besonders gut lässt sie sich aus der Patisserie Johanna fotografieren, die in einem Speicher neben der Brücke liegt. Spannend sind aber auch die vielen Perspektiven direkt auf der Brücke: Nutzt auch hier die Stahlstreben als grafische Diagonalen, wartet auf Radfahrer oder Passanten als Blickfang oder beugt Euch nach einem Regen ganz tief hinunter – denn dann sorgen Pfützen am Boden für eindrucksvolle Spiegelungen und nahezu perfekte Symmetrien.

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6. Holzbrücke

Fleet oder Kanal? Ein Fleet ist den Gezeiten ausgeliefert – deshalb schwankt der Wasserstand stark, wie auch im Nikolaifleet. Kanäle dagegen werden durch Schleusen reguliert und bleiben jederzeit schiffbar. Hier ist nun nicht die Holzbrücke (eigentlich aus Stein!) das Objekt vor der Linse, sondern die Szenerie, die sich von ihr aus eröffnet: Der Blick schweift über das Fleet bis zu den historischen Kaufmannshäusern, hinter denen die Elbphilharmonie aufragt. Für tolle Fotos lohnt sich insbesondere Windstille, wenn glatte Spiegelungen und die geschwungene Uferlinie den Blick harmonisch in die Tiefe des Bildes ziehen.

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7. Hohe Brücke

Gegenüber der Holzbrücke erreicht Ihr die Hohe Brücke, die ebenfalls über den Nikolaifleet führt. Ihre historischen Straßenlaternen und das steinerne Geländer verleihen ihr besonderen Charme. Von hier habt Ihr die sogenannten “Sieben Schwestern” im Blick – schmale Kaufmannshäuser der Deichstraße aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die zu den ältesten erhaltenen Wohnhäusern Hamburgs zählen. Für ein stimmiges Foto nutzt die Laterne oder das Geländer als Vordergrund und platziert die Häuser leicht versetzt dahinter. So entsteht mehr Tiefe – innerhalb eines typischen Motivs, das mich immer ein wenig an Amsterdam erinnert.

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8. Viadukt am Baumwall

Das imposant geschwungene Viadukt der U3 wird aus dieser Perspektive oft übersehen. Zu finden ist es am U-Bahnhof Baumwall (Elbphilharmonie), nur wenige Schritte von der Hafenpromenade entfernt. Verlasst die Station am hinteren Ausgang und blickt nach oben: Aus der Froschperspektive erinnert die genietete Stahlkonstruktion fast an New York, vielleicht Brooklyn … Für ein gutes Foto lohnt es sich, genau mittig unter das Viadukt zu treten und die Symmetrie der Bögen zu nutzen. Wartet auf einen Passanten oben auf den Stegen – das verleiht dem Bild zusätzlich Leben und Dynamik.

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9. Überseebrücke

Den etwas versteckten Eingang zur Überseebrücke findet Ihr zwischen zwei Souvenirläden. Ihr Name klingt nach Ozean und großer, weiter Welt – und tatsächlich legten von hier bis 1970 große Dampfer, Englandfähren und Kreuzfahrtschiffe ab. Heute liegt am Ponton die “Cap San Diego”, das größte fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt. Auch diese Brücke lohnt sich gleich mehrfach für gute Fotos: Nutzt ihre perfekte Symmetrie, setzt die geschwungene Rampe mittig ins Bild oder fokussiert bei Regen auf Wassertropfen an den Fenstern – dahinter verschwimmt die Cap San Diego zu einem stimmungsvollen Schietwetter-Motiv.

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10. Stilwerk-Brücke

Im Stilwerk am Fischmarkt sind auf sieben Etagen Designerläden untergebracht. Das Gebäude verbindet eine ehemalige Malzfabrik aus dem 17. Jahrhundert mit moderner Architektur – die historische Backsteinfassade mit ihren Blendbögen ist bis heute erhalten. Ein echter Insider-Tipp für Fotograf:innen: Fahrt mit dem Aufzug oder nehmt das Treppenhaus in den 4. oder 5. Stock. Von den Fenstern aus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Fischauktionshalle, den Hafen und die geschwungene Stilwerk-Brücke (nur bei Hochwasser geöffnet!) – besonders stimmungsvoll im Morgen- oder Abendlicht.

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11. Köhlbrandbrücke

Die 1974 eröffnete Köhlbrandbrücke ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Hamburgs. Sie steht unter Denkmalschutz, soll aber in den kommenden Jahren durch einen Neubau ersetzt werden. Wer sie fotografisch verewigen möchte, findet einen tollen Fotospot am Fähranleger Neuhof (unter der Woche erreichbar mit der Fähre 61): Von hier habt Ihr genügend Abstand, um die elegante Silhouette der Brücke einzufangen. Nutzt die Poller oder Klampen als Vordergrund für mehr Tiefe oder wartet auf ein vorbeifahrendes Containerschiff.

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12. Ellerntorsbrücke

Die Ellerntorsbrücke ist ein verwunschener Ort zwischen Fleetinsel und Stadthausbrücke. Die 1668 erbaute Steinbrücke ist die zweitälteste Hamburgs und überspannt das Herrengrabenfleet. Einst verband sie Hamburg mit dem damals noch dänischen Altona. Berühmt sind ihre drei Bögen, die sich bei Windstille nahezu perfekt im Wasser spiegeln. Für besonders beeindruckende Fotos (die sich übrigens gut von beiden Seiten aus machen lassen) richtet Ihr die Bögen mittig aus und nutzt die Spiegelung als Symmetrieachse – am schönsten früh morgens und vor allem an windstillen Tagen ohne eine sich kräuselnde Wasseroberfläche.

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13. U-Bahnbrücke am Mönkedammfleet

Am Rödingsmarkt schlängelt sich das Viadukt der U3 über den Mönkedammfleet, bevor es Richtung Rathausmarkt in einen Tunnel abtaucht. Tretet vor der Starbucks-Filiale ans Fleet und blickt unter die geschwungene Stahlkonstruktion: Gemeinsam mit den geschwungenen Häuserfassaden entsteht ein ungewöhnliches Motiv, das sich manchmal noch dazu eindrucksvoll im Wasser spiegelt. Auch von der gegenüberliegenden Seite lohnt sich ein Foto. Geht dafür am Großen Burstah durch eine Unterführung neben dem Shop des Hamburger Abendblatts und wartet, bis eine U-Bahn vorbeifährt – mit etwas längerer Belichtungszeit könnt Ihr ihre Bewegung als dynamischen Wischeffekt festhalten.

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14. Lombardsbrücke

Die Lombardsbrücke verbindet Binnen- und Außenalster und wer mit dem Zug nach Hamburg-Dammtor oder Altona fährt, kennt sie. Nach ihrer Sanierung erstrahlen der Sandstein und die historischen Kandelaber wieder wie im 19. Jahrhundert. Haltet auch Ausschau nach den kunstvoll gestalteten Schwänen am Sockel der Laternen, den Glückssymbolen Hamburgs. Fotografisch lohnen sich vor allem die spiegelnden Brückenbögen bei Windstille. Die Kandelaber und Schwanenfiguren eignen sich zudem hervorragend als Vordergrund vor der Alster und dem Rathaus.

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15. Schwanenwikbrücke

Die Schwanenwikbrücke verbindet Uhlenhorst mit Hohenfelde und überspannt den Alsterkanal am Übergang von der Außenalster zum Kuhmühlenteich.  Ihren Namen verdankt sie dem ehemaligen Ausflugslokal „Schwanenwik“, das hier im 19. Jahrhundert zahlreiche Ausflugsgäste anzog. Bis heute begeistert die Brücke mit ihrem historischen Geländer und den kunstvollen Laternen. Für ein stimmungsvolles Foto stellt Ihr Euch auf die gegenüberliegende Straßenseite und nutzt die Laternen als Rahmen für den Fernsehturm. Steht die Sonne tief, werfen die Masten Schatten und verleihen dem Bild zusätzliche Tiefe.

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