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Hamburg umsonst: 21 Low Budget Tipps und Ideen für den kleinen Geldbeutel

Sparen ist ja gerade angesagt. Nicht nur bei Gas und Strom. Alles wird teurer, der Inhalt unserer Geldbeutel immer knapper. Augenrollen… Aber, Moment! Hamburg gilt zwar als Hauptstadt der Millionäre, aber trotzdem lässt sich hier ganz schön viel unternehmen, ohne dass man dabei jedes Mal tief in die Tasche greifen muss. Das beweist dieser Beitrag begleitend zur 28. Elbville-Abo-Postkarte!

Fotos & Text: Frau Elbville

1. Im Gratis-Kayak über die Alster paddeln

Umsonst ein Kajak mieten und damit über die Alster, durch Kanäle, die Bille oder Gose-Elbe paddeln –  zu schön, um wahr zu sein? Von wegen! Die dänische Initiative GreenKayak macht dies in Hamburg im Frühling und Sommer möglich. Wer ein Zwei-Personen-Boot in einem von sechs beteiligten Bootshäusern leihen möchte, muss nur eines tun: während der Paddeltour Müll aus dem Wasser sammeln. Müllgreifer und Eimer liegen im Boot bereit. Und los geht’s! An den Wochenenden solltet Ihr rechtzeitig reservieren, ungefähr drei bis vier Wochen im Voraus.

2. Jazz, Rock und Orgelklänge: Auch ohne Ticket live dabei sein

Hier gibt’s gleich mehrere Tipps auf einmal!

  1. Wußtet Ihr: dass Ihr im Hamburger Michel samstags von April bis September um 12 Uhr kostenlos tolle Orgelmusik hören könnt? Auch in der Kirche St. Jacobi gibt es kostenlose Orgelkonzerte – und zwar gleich mehrmals wöchentlich.
  2. Die Konzerte im Stadtpark zählen zwar eigentlich nicht zu den Dingen, die man kostenlos genießen kann. Doch wer in der Nähe der Open-Air-Bühne  auf der Wiese sitzt, kann trotzdem live dabei  sein, wenn internationale Stars auftreten. Jack Johnson, Erobique und Totcotronic sind nur einige der Acts, die 2023 beim Stadtpark Open Air auftreten werden.
  3. Jazzfans steuern am besten die Pony Bar an: denn jede Woche gibt’s hier kostenlose Jazz-Konzerte.
  4. Im Sommer geht das Wutzrock-Festival “Umsonst & Draußen” am Hamburger Eichbaumsee über die Bühne.
    Die Dinosaurierin unter den Open-Air-Festivals kommt mit einer Mischung aus Rock, rüdem Punk, grandiosem Pop und Hip Hop daher – und das auch noch für Umme.

3. Kostenlose Museen

Gratis ins Museum gehen? In Hamburg kein Problem. In diesen Instituten zahlt Ihr das ganze Jahr über keinen Eintritt:

  • Museum der Natur: Bestaunt 10 Millionen Tierpräparate, darunter Wale und das NDR-Maskottchen Antje (ein Walross).
  • Loki-Schmidt-Haus und Botanischer Garten: Ein traumhaftes Pflanzenparadies in Klein Flottbek, das vor allem im Sommer viele Besuche wert ist!
  • Museumshafen Oevelgönne: Alte Schiffe, Kräne und Leuchttürme – liebevoll restauriert von alten Kapitänen und anderen Freiwilligen.
  • InfoCenter im Kesselhaus: Was geht gerade in der HafenCity ab? Bei einem kostenlosen Besuch erfahrt Ihr es!
  • KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Wo sich einst das Konzentrationslager Neuengamme befand, erinnert heute eine Gedenkstätte an die mehr als 100.000 Opfer des Nationalsozialismus, die dort im 2. Weltkrieg inhaftiert waren. Auch hier ist der Eintritt zur Gedenkstätte ist frei.

4. Wasserlichtorgel, Tropen, Skaten: Planten un Blomen

In Planten un Blomen findet man in liebevoll gestalteten Gartenlandschaften mit viel Wasser Ruhe und Entspannung. Es gibt toll ausgestattete Spielplätze sowie eine Rollschuhbahn, die kostenlos befahren werden darf.  Weitere Gratis-Attraktion: das Tropengewächshaus. Hier duftet es nach Blüten und Regenwald, Wasser plätschert zwischen exotischen Blumen, Bäume und Kakteen. Ab Mai werden im Park täglich um 14, 16 und 18 Uhr Wasserspiele ohne Licht veranstaltet. Am Abend kann man dann die farbigen Wasserlichtkonzerte bestaunen und anhören. Dabei wird die Wasserlichtorgel live und synchron zu dem farbig beleuchteten Wasserspektakel gespielt.

5. Unbekanntes Idyll am Volkspark: Der Dahliengarten

Wenn der Sommer sich langsam zurückzieht, dann laufen Dahlien zu Hochform auf: Showtime im Hamburger Dahliengarten im Volkspark an der Stadionstraße 10! Von Juli bis Oktober kann man hier zwischen 8 und 20 Uhr barocke Opulenz, aufgerüschte Pompons, Wuschelköpfe und pastelfarbene Krönchen in einem rauschenden Spektakel bewundern. Yoga fürs Auge und ein Fest für die Kameralinse.

6. Spektakuläre Lichtshow in der U-Bahn Station HafenCity

Der U-Bahnhof “HafenCity Universität” wechselt ständig seine Farben, leuchtet mal rot, mal blau, grün oder orange. Dafür sorgen die 280 farbigen LEDs in den Containern, die über dem Bahnsteig schweben. Die Lichtstimmung passt sich dabei manchmal sogar dem aktuellen Wetter an. Noch dazu erklingen an den Eingängen und Treppen des Bahnhofs Möwengeschrei und Hafengeräusche. Zwischen 10 und 18 Uhr erschallt zu jeder vollen Stunde Musik von Bach, Verdi oder Brahms im Takt einer bunten Lightshow. Wer, bitte, braucht da noch “König der Löwen”?

7. Spazieren unter der Elbe

Am westlichen Ende der Landungsbrücken liegt der Alte Elbtunnel. Die denkmalgeschützte Anlage ist seit 1911 eine  direkte Verbindung nach Wilhelmsburg. Fußgänger und Fahrradfahrer können hier die Elbseite wechseln. Der gekachelte Tunnel ist ein beliebtes Fotomotiv. Auf der anderen Elbseite wird man mit einem tollen Ausblick auf Hamburg belohnt.

8. Umsonst-Angebote auf Ebay-Kleinanzeigen

Haarschnitte, Möbel, ja sogar putinfreundliches Feuerholz: Selbstabholer:innen sollten öfter mal die Hamburg-Angebote unter der Kategorie “zu verschenken” checken. Vielleicht hat man ja Glück!

9. Grafitti Kunst bestaunen

Eine Sightseeing-Tour der anderen Art: In Hamburg gibt es zahlreiche Street-Art-Werke. Auch Originale von Banksy sind in der Stadt versteckt. St. Pauli und die Sternschanze sind dabei absolute Hotspots für die Kunst aus der Sprühdose. Meine persönlichen Highlights stelle ich Euch in diesem und diesem Blogbeitrag vor!

10. Gratis von A nach B: Mit StadtRAD und den HVV-Fähren

Mit den Rädern von StadtRad kommt ihr so gut wie kostenlos ans Ziel. Zwar fällt eine Jahresgebühr von 5 Euro an, im ersten Jahr wird sie jedoch als Fahrt gutgeschrieben. Die ersten 30 Minuten sind dabei immer umsonst. Mittlerweile verteilen sich 250 Stationen im Stadtgebiet.

Statt 20 oder 25 Euro für eine Hafen- oder Fleetrundfahrt auszugeben, könnt Ihr Hamburg vom Wasser aus auch mit den Hadag-Fähren des Hamburger Verkehrsverbundes erleben. Okay, nicht ganz umsonst – aber so gut wie: Denn mit einem Tagesticket für rund 6 Euro könnt Ihr St. Pauli, Altona und den Elbstrand in Övelgönne auf eigene Faust vom Wasser aus bewundern – wenn Ihr wollt auch den ganzen Tag.

11. Stadtführung: Mit den Greeters kostenlos Hamburg entdecken

Das Konzept der Greeters: Ehrenamtliche führen  Gruppen bis sechs Personen durch “ihre” Hood. Wie unter Freunden üblich, verlangen sie kein Geld. Die Führungen sind eher Spaziergänge mit persönlichen Einblicken eines Insiders. Mehr Infos gibt’s auf der Website der Hamburg Greeters.

12. Yu Garden

Ein paar hundert Meter hinter dem Völkerkundemuseum an der Rothenbaumchaussee hat uns unsere Partnerstadt Shanghai ein Geschenk gemacht und ein Teehaus gebaut samt Seerosenteich und angrenzender Veranstaltungsstätte. Eine kleine Oase, die die Großstadt vergessen lässt. Wer hätte es gedacht? Der Ferne Osten ist in Hamburg ganz nah: im Yu Garden.

13. Veranstaltungskalender der Kulturlotsen

Der Kulturkalender recherchiert laufend aktuelle Informationen zu kostenlosen kulturellen Angeboten in Hamburg und stellt diese im Kulturkalender online. Neben der Erreichbarkeit sind auch Angaben zur Barrierefreiheit erfasst.

14. Trimm-dich-Pfade: Kostenlos trainieren an Alster und im Stadtpark

Wer sich das Geld für’s Fitnessstudio sparen will, sucht einfach die Trimm-dich-Pfade im Stadtpark und an der Alster auf. Hier stehen Euch moderne Geräte zur Verfügung, auf denen ihr an der frischen Luft trainieren könnt. Wenn nicht gerade Schietwetter ist, gibt es also keine Ausrede mehr, keinen Sport zu machen. Hier die Locations:

Stadtpark (Linnering südwestliche Seite der Jahnkampfbahn)
Neben der Jahnkampfbahn einen großen 4FCircle Fitnesspark mit Klimmzug PLUS, Stützspringen, Dehnen, Beinheber, Rückenstrecker, Liegestütz, Armzug, Situps, Balancierstrecke und Hängelaufbrücke eine große Vielfalt an Trainingsmöglichkeiten bietet.

Stadtpark (neben dem Planetarium)
Direkt neben dem Planetarium gibt es zwei Klimmzugstangen auf unterschiedlicher Höhe, die sich außerdem für Muscle Ups und Beinheben eignen.

Alster (neben der Krugkoppel 1)
Großer Trainingspark mit Klimmzug-Plus-Stange sowie drei TrimmFit- Trainingszonen, an denen alle wichtigen Muskelpartien von Brust über Rücken und Bauch bis hin zu den Beinen trainiert werden können. Eine Tafel zeigt die richtigen Übungen.

Alster (auf der Laufstrecke, auf der Höhe Schwanenwik 29)
Kleiner Fitnesspark, wo Ihr Bauch, Rücken, Brust und Beine trainieren könnt – mit schöner Aussicht auf die Alster.

WEITERE ADRESSEN FÜR OUTDOOR-GYMS:

1. Sportpark Höpen in Langenhorn: Willersweg 23
2. Bewegungsinsel am Bramfelder See: Zugang ggü. Fabriciusstraße 300
3. Calisthenics-Anlage am Spielplatz Steilshooper Straße: Zugang ggü. Steilshooper Straße 270
4. Fitnessparcours Appelhoffweiher – Steilshoop Süd: Zugang vom
Georg-Raloff-Ring (neben Hs-Nr. 22)
5. Active City Bewegungsinsel im Eilbekpark: ggü. Eilbektal 82
6. Fitnessparcours Hohenhorst Park: Zugang ggü. Schöneberger Straße 44 (Haus am See)
7. Fitness Cross im Öjendorfer Park: Barsbütteler Weg 49
8. Fitnessparcours am Stadtteilzentrum Horner Geest: Dannerallee 11
9. Calisthenics Park im Hammer Park: Hammer Hof 3
10. Bewegungsinsel Baakenpark in der HafenCity: Petersenkai
11. Outdoor Gym – Wehbers Park: Emilienstraße 71
12. Active City Bewegungsinsel (Eisbahn Stellingen): Hagenbeck Str. 124
13. Low Bars am Spielplatz Wittenmoor: Wittenmoor 27
14. Bewegungsinsel Altona: neben Sportanlage Baurstraße, Zugang neben Sibeliusstraß 8
15. CaliX Park Altona Goethepark: Grabbestraße 2

15. Gratis Badespaß

Baden gehen kann gerade für Familien in Hamburg schnell ein teurer Spaß werden. Eintritt spart, wer im See badet.  Schöne Badeseen sind:

  1. Öjendorfer See: zwei Badestellen, im Süden Nichtschwimmerbereich, Minigolf, Spielplatz
  2. Sommerbad Altengamme: künstliches Becken, Nichtschwimmerbereich, Spielplatz, Tischtennisplatte
  3. Allermöher See: zwei Badebuchten, Nichtschwimmerbereich, Strand, Spielplatz
  4. Hohendeicher See (Oortkatensee): Strand, Surfschule

16. Hier gibt’s Natur und Tiere umsonst

Hier könnt Ihr wunderbar Tiere beobachten, ohne dafür Geld hinzublättern zu müssen:

  1. Niendorfer Gehege: Damwild
  2. Klövensteen: Rot-, Sika- und Damwild sowie Frettchen, Mufflons, Uhus und Wildschweine.
  3. Hirschpark: Damwild und Rentiere
  4. Gut Wulksfelde. Tiergarten, Kletterparcours für Kinder und Wasserspielplatz!
  5. Kinderbauernhof Kibaho in Kirchdorf: Pferde & Co.

17. Klara – Das kostenlose Lastenrad für Hamburg

Mit Klara kann man ohne Gebühren ausprobieren, wie einfach sich Dinge mit einem Lastenrad transportieren lassen.
Man findet Klara an wechselnden Stationen in Hamburg. Große Einkäufe, Ausflüge, Kindergeburtstage im Park, Umzüge und vieles andere kann man mit den Lastenrädern von Klara unternehmen.

18. Gratis parken in Hamburg

In Hamburg sind kostenlose Parkplätze Mangelware. Am besten bewegt man sich per Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt. Doch damit Ihr Euren Wagen trotzdem schnell und gratis abstellen könnt, falls es nicht anders geht, gibt es eine interaktive Karte, die alle kostenlosen Park & Ride-Standorte und deren Belegungs-Situation zeigt.

19. Schätze suchen im Umsonstladen

In fast allen Stadtteilen Hamburgs gibt es Umsonstläden . Jeder Hamburger und jede Hamburgerin kann dort gut erhaltene Gegenstände kostenlos abgeben oder mitnehmen. Außerdem werden die Räume der Läden oft auch für Kunstausstellungen genutzt.

20. Handelskammer besichtigen

Hamburger Handelskammer

In der Handelskammer hinter dem Rathaus könnt Ihr nicht nur einen palastartigen Börsensaal, sondern auch die älteste Boje der Welt und schöne Schiffsmodelle bewundern. Beim Empfang könnt Ihr Euch sogar eine Audiotour ausleihen. Anschließend solltet Ihr noch den Hygieia-Brunnen im Innenhof besuchen und Euch von seinen Fabelwesen und vom Plätschern des Wassers verzaubern lassen.

21. Auf den schönsten Parkbänken der Stadt Pause machen!

Und für die kleinen Pausen zwischen durch gibt’s in der Stadt überall schöne Parkbänke. Hier kann man sein mitgebrachtes Picknick an der frischen Luft genießen, ein Buch lesen oder einfach nur herrliche Aussichten genießen. Die Bank auf dem Bild steht am Altonaer Balkon. Weitere Tipps für grandiose Parkbänke habe ich in diesem Blogbeitrag zusammen getragen.

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So, das war’s für diesen Monat! Die Postkarte #28 könnt Ihr Euch wie immer hier herunter laden! Bis bald, habt schöne Feiertage – wir sehen uns im nächsten Jahr! Liebe Grüße und: Danke für Euren Support! ❤️

Eure Frau Elbville

 

 

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